Diagnostik – Apparative Untersuchungen

Die Röntgenkontrastmitteluntersuchungen zur Venendiagnostik sind heutzutage in fast allen Fällen überflüssig. Es kommen ausschließlich sanfte, schmerzfreie, risikolose Verfahren zum Einsatz, die mit Licht, Schall und farbigen Computerdarstellungen arbeiten. Die Untersuchungsergebnisse werden ausgewertet und ein individuelles Behandlungskonzept erarbeitet.

Folgende Verfahren stehen zur Verfügung:

1. Farbcodierte Duplex – Sonographie

Verfahren der ersten Wahl zur Diagnostik der Arterien- und Venenerkrankungen der unteren Extremitäten. Die Duplexuntersuchung verlangt die Verwendung moderner, hochauflösender Ultraschallgeräte sowie auch die langjährige Erfahrung des Untersuchers. Die Untersuchung liefert Informationen über die exakte Darstellung der Wandbeschaffenheit von Arterien und Venen und dem umgebenden Gewebe .

Durch Farbkodierung des Blutstroms können die Fließrichtung des Blutes, die Lage der Gefäße und die Fließgeschwindigkeit dargestellt werden. Außerdem ermöglicht sie eine genaue Lokalisierung der Insuffizienzpunkte ( Venenklappendefekte ), die später für die Therapie von entscheidender Bedeutung sind.

2. Ultraschall-Doppler mit Frequenzspektrumanalyse

Gibt Auskunft über Strömungsverhältnisse in Arterien und Venen.

3. Lichtreflexions-Rheographie

Ermittelt per Infrarotlichtsonde die Leistungsfähigkeit der Beinvenenklappen, wie effektiv Blut aus dem Bein zum Herzen abtransportiert werden kann und ob krankhafte Rückflüsse bestehen.

4. Periphere arterielle Dopplerdruckmessung

Wird mittels Doppler-Ultraschallsonde der Arteriendruck der Beinarterien gemessen . Bei Durchblutungsstörung der Beine ist der Blutdruck am Knöchel niedriger als am Arm.

Therapie

Für die Krampfaderbehandlung stehen uns heute umfassende operative, nicht operative und konservative Behandlungsmethoden zur Verfügung.Nach unserer langjährigen Erfahrung ist ein optimales Behandlungsergebnis dann zu erreichen, wenn die bekannten medizinischen Methoden mit modernen etablierten Verfahren sinnvoll kombiniert werden.

Nicht operative Therapieverfahren

  • Verödung von Besenreisern
  • duplexkontrollierte Schaumverödung von Seitenastvarikosis

Operative Therapieverfahren

  • Verschluss der erkrankten (insuffizienten) Perforansvenen über Miniinzision bzw. Stichinzision
  • Phlebektomie der Astvarizen nach dem Varady Häkelverfahren (sogenanntes schnitt- und narbenfreies Operationsverfahren)
  • Mikrochirurgische, ästhetische Entfernung von Reticulärvarikosis
  • handelt es sich um eine Crossektomie oder Stripping der Stammvene, wird die operative Behandlung weiter in Capio Schlossklinik Abtsee durchgeführt  (Ambulant oder stationär, abhängig von der Befundausprägung oder den Begleiterkrankungen)

Konservative Therapieverfahren

  • Kompressionstherapie angepasst nach Stauungszustand
  • Verordnung von medizinischen Kompressionsstrümpfen

Moderne Behandlungsalternativen

  • Beratung zur VNUS – Closure (Endoluminale Radiowellentherapie)

Eine Therapieempfehlung ist jedoch immer individuell und sollte erst nach ausführlicher Diagnositk unter Berücksichtigung der Gesamtsituation ausgesprochen werden.

Betäubungsverfahren

  • für Varizenoperationen werden ausschließlich eine örtliche Betäubung oder eine Tumeszenzanästhesie eingesetzt

Verödung

Die Verödung (Sklerosierung) ist eine wirksame, effektive und bewährte Behandlungsmethode. Vor einer Verödungsbehandlung sollte auf jeden Fall eine eingehende Diagnostik der Venen durchgeführt werden, um eine weitere Erkrankung des Venensystem auszuschließen.

1. Verödung von Besenreiser (Mikrosklerotherapie)

Die Methode ist vor allem für Besenreiser, für kleine und sehr kleine Varizen geeignet. Bei der Verödung wird ein Mittel direkt in die betroffenen Venen gespritzt, welches zu einer gewollten, künstlichen Entzündung der Veneninnenwände führt, die eine Art Verklebung der erweiterten Vene anstrebt. Dann werden die Besenreiser vom Körper selbst abgebaut. Je nach Ausprägung des Befundes sind in der Regel 2-3 Sitzungen erforderlich. Bei sehr ausgeprägten Besenreisern kann die erforderliche Anzahl der Sitzungen auch etwas darüber hinaus gehen. In Anschluss an die Besenreiserverödung sind für 2-3 Tage Kompressionsstrümpfe tagsüber zu tragen. Für die nächsten 1-2 Wochen sind Sauna, Solarium und direkte Sonnenbestrahlung zu vermeiden.

2. Schaumverödung

Durch Einführung der Schaumverödung konnte die Effektivität der Therapie deutlich verbessert werden. Die Methode ist geeignet für größere Krampfadern, für bestimmte Formen von Varizen, wie z.B für Pudendavarizen die im Schambereich auftreten, wenn eine Rezidivkrampfader vorliegt, sowie für Varizen in vorgeschädigter Haut oder in der Umgebung eines offenen Beines. Vor dem Einspritzen in die Krampfadern wird das Verödungsmittel aufgeschäumt.

Die Schaumverödung wird auch unter Ultraschallkontrolle durchgeführt (Ultraschallgesteuerte-Schaumverödung)

3. Verödung mit Kaltlichtlupe (Veinlite)

Das Wichtigste für den Behandlungserfolg ist die Ausschaltung der zuführenden Nährvenen. Mit Hilfe von Kaltlichtlupe können die Nährvenen gezielt verödet werden.

Operative Therapieverfahren 

In der Regel werden zunächst konservative Methoden, also Methoden ohne Operation, bevorzugt. Erst wenn diese nicht anschlagen oder nicht den gewünschten Erfolg bringen, wird zu operativen Eingriffen geraten. Handelt es sich um Crossektomie, Stripping oder Radiowellentherapie wird die Behandlung im Venenzentrum Capio Schlossklinik Abtsee durchgeführt. Ob ambulant oder stationär ist abhängig von der Befundausprägung oder Begleiterkrankungen.

Konservative Therapieverfahren

Die Kompressionsstrümpfe sind ein wichtiger Bestandteil der Venenbehandlung. Medizinische Kompressionsstrümpfe, die individuell angepasst sind, können zu einer deutlichen Minderung bis hin zur Symptomfreiheit führen. Bei fortgeschrittenen Befund verhindern Kompressionsstrümpfe zumindest, dass es zu schlimmeren Folgeerscheinungen kommen kann, wie z. B. Ödeme, Thrombose, Ulcera (offene Beine).

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